Jonas Rausch

„Der Raum des Nicht-Ortes schafft keine besondere Identität und keine besondere Relation, sondern Einsamkeit und Ähnlichkeit.“

( Marc Augé - Nicht-Orte, 1994, 121)

Auch meine Arbeiten beinhalten "Nicht-Orte", wie sie jeder aus dem Alltag in Form von z.B. den Innenräumen öffentlicher Verkehrsmittel oder Straßen voller visueller Eindrücke kennt. Die Symbole der Konsumkultur sind für mich moderne Hieroglyphen, die unsere Lebensrealität bestimmen. Piktogramme auf Hinweisschildern funktionieren wie Höhlenmalereien, indem sie unser Leben auf einfachste Art darstellen. Ich sammle unter anderem diese Symbole und stelle sie in meinen Arbeiten den Strukturen der Natur gegenüber. Jedes Muster oder Symbol wirkt zunächst verloren und hat keinen Bezug zu dem anderen in meiner Kombination, doch gelegentlich tauchen archetypische Formen auf . Beispielsweise hat ein Bürgersteig Ähnlichkeit mit einer Reptilienhaut. Ich habe die Annahme, dass der Mensch bewusst oder unbewusst in der Zivilisation die Ästhetik der Natur oder vorangegangener Kulturen imitiert wenn er sich eine künstliche Umgebung schafft.

Wenn Ich diese Elemente kombiniere gehe ich, wie die Evolution nach dem Trial-and-error-Prinzip vor und weiß vor dem Arrangieren nie ob die Teile im Ganzen (welche unübersehbar aus verschiedensten Bereichen stammen) genug harmonieren oder sich genug provozieren, damit ein stimmiges Werk entsteht. Zuletzt sind hierbei, neben Papier- und digitalen Arbeiten, Konstruktionen aus mehreren, teils bedruckten, teils bemalten Leinwänden auf Keilrahmen entstanden.



Vita

GEB. 1994 IN ASCHAFFENBURG, DEUTSCHLAND


2014 – 2015

Studium der Ägyptologie in Würzburg


SEIT 2015

Studium der freien Malerei bei Prof. Susanne Kühn an der AdBK Nürnberg



Ausstellungen

2014

Kunstrasen Festival in Buchen


2015

ATLAS, Projekt der Klasse Kühn im Kunstverein Freiburg



Kontakt